Nur noch kurz die Welt retten

Endlich nicht mehr nach Mutters und Vaters Pfeife tanzen müssen. Das genießt man mit 18. Doch wie geht’s weiter? Welcher Job wird ein Leben lang Spaß machen? Mit der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium tun sich viele Jugendliche schwer. Das Freiwillige Ökologische Jahr verschafft eine Verschnaufpause und kann neue Perspektiven eröffnen.

Hans-Christian Fabian war 19, als er nicht mehr weiter wusste. Der Blankenburger hatte sich nach dem Abschluss auf dem Fachgymnasium an der Technischen Universität Freiberg für Angewandte Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie eingeschrieben. Zuerst hielt er das für eine gute Idee, doch nach zwei Semestern fühlte er sich überfordert. Der Druck, die anstehenden Prüfungen – er hielt dem nicht Stand. „Ich merkte plötzlich: Das ist nicht mein Ding“, sagt er. Hans-Christian Fabian brach das Studium ab, aber die Entscheidung fiel ihm nicht leicht. „Natürlich war das deprimierend. Es hat alles umgeworfen. Plötzlich stand ich völlig ohne Plan da.“

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Ein Tränchen wird fließen

Linda Hesse kommt mit ihrer Band am 4. März ins Freizeit- und Sportzentrum Halberstadt. Das Konzert ist eines von 14 Shows ihrer aktuellen „Hör auf dein Herz“-Tour, die sie durch ganz Deutschland führt.

Für die 27-Jährige ist der Tour-Stop in der Heimat eine Herzensangelegenheit. Hier begann alles, hier entdeckte sie ihre Liebe zur Musik, hier gab sie ihre ersten Mini-Konzerte in Omas Gaststätte. Für HARZZEIT sprach Dana Toschner mit ihr.

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Ehrenamt auf der Kanzel

Waltraud Ulbrich (56) will nicht warten, bis die Balken ihr überm Kopf zusammenbrechen und engagiert sich ehrenamtlich in der evangelischen Kirche.

Wer mich damals im Kindergottesdienst in seiner Gruppe hatte, der bekam von mir gleich eine satte Salve an Fragen ab.“ Heute ist Waltraud Ulbrich selbst Prädikantin, „am 1. April 2012 von Bischöfin Ilse Junkermann im Magdeburg ordiniert“, erzählt die 56-Jährige nicht ohne Stolz.

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Alles ist erlaubt

Literatur macht glücklich. Oder kann – im besten Falle – glücklich machen. So zumindest sieht das die Organisatorin des „Literarischen Nachtcafés“ in Quedlinburg.

Gerlinde Schöpp, die Geschäftsführerin der Kreisvolkshochschule Harz, steckt trotz der Papierberge auf ihrem Schreibtisch gern Arbeit in die von ihr ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe. Für 2015 sucht sie Autoren und lesebegeisterte Mitstreiter.

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Eine glückliche Fügung

„Es war Heiligabend in diesem Jahr der Wunder.“ Mit diesen Worten beginnt Detlef Wilck, wenn er sein ganz persönliches Weihnachtsmärchen erzählt. Am 24. Dezember 1989, vor genau 25 Jahren, fuhr der Niedersachse mit seinem Sohn in die DDR.

Auf einem Parkplatz bei Halberstadt stieß er nicht nur auf selbst gebackenen Zuckerkuchen, sondern fand Freunde fürs Leben.

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Am Ende des Tunnels

Eine Initiativgruppe der Halberstädter Liebfrauengemeinde will ins Dunkel der Nacht Licht senden und praktiziert gelebte Willkommenskultur. Am Bahnhof nehmen die Ehrenamtlichen Asylbewerber in Empfang.

Der Wind pfeift eisig, das kalte Licht auf den Bahnsteigen verströmt kaum Willkommenswärme. Menschen eilen dem heimischen Abend entgegen. Die Aussteigenden werden von Angehörigen empfangen oder fingern ihre Autoschlüssel heraus. Mit billigen Taschen und oft exotisch wirkender Kleidung, manchmal Kinder an der Hand, bleiben unsicher um sich blickende Menschen zurück, folgen dem Schwarm durch den Bahnhofstunnel. Niemand erwartet sie, keiner sagt ihnen, wie es an diesem Abend weitergeht, an den Rand der Stadt, wo sie ein Bett und eine Mahlzeit erwartet. Dort, wo sie eine Behörde hinverteilt hat. 

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