Das Pferd als Spiegel

Coaching mit Pferden? Was bitte soll das denn sein? Wer Antje Liebe in ihrer neuen Wahlheimat Athenstedt besucht, staunt über das, was auf der Koppel geschieht. Die 37-Jährige bietet Workshops an, bei denen Pferde den Teilnehmern ein Feedback zu Mimik, Gestik und Verhalten geben.

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Ein Happen Heimat

Wie „Abbenröder Luft“ schmeckt, erfährt man nur an einem Ort der Welt: im „Café Grünspan“. Hier in Abbenrode, nur einen Katzensprung von der Landesgrenze zu Niedersachsen entfernt, hat Christiane Pape im vergangenen Jahr in einer ehemaligen Scheune ein charmantes Café eröffnet.

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Ein letztes Paar Schuhe

Deutschlands kleinster Schuhmacher wohnt in Osterwieck. Sein Name passt zu seiner Körpergröße: Hans-Joachim Klein heißt der Mann, der sein Handwerk liebt und seit mehr als 30 Jahren ein eigenes Geschäft betreibt. In der Werkstatt zwischen Hammer und Schleifmaschine ist der nur 1,35 Meter große Mann ganz in seinem Element. Doch bald setzt er sich zur Ruhe.

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Die Retter der Lieblingsstücke

Das Wernigeröder „Repair-Café“ verbindet den Kampf gegen die Wegwerfkultur mit der Lust am Selbermachen. Das Konzept ist einfach: Handwerklich geschickte Ehrenamtliche helfen anderen, kaputte Sachen zu reparieren – den Staubsauger, der nicht mehr anspringt und den Toaster, der nur tiefschwarze Scheiben produziert. Bei Kaffee und Kuchen wird geflickt, gelötet und geschraubt.

Von FRANK DRECHSLER
Weihnachten ist gerettet. Das finden zumindest Renate und Karl-Heinz Papke aus Benneckenstein. Denn für ihre defekte Weihnachtsbeleuchtung, die nach den Feiertagen letztes Jahr den Geist aufgegeben hatte, muss das Ehepaar nun doch keine neue kaufen. Dank der Experten vom Repair-Café in Wernigerode. Die hatten die Lichterkette der Papkes in Nullkommanichts repariert. Schwibbbogen, Uralt-Laptop oder CD-Player, Milchaufschäumer, Staubsauger oder Batterieladegerät – irgendwann geben sie alle mal den Geist auf. Leider oft dann, wenn gerade die Garantie abgelaufen ist. Wegschmeißen und neu kaufen? Das muss nicht sein.

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„Mit extra viel Liebe“

Die Klamroths aus Westerhausen sind leidenschaftliche Landwirte. „Mit vielen glücklichen Kühen“, wie Tochter Sophie Emmi lächelnd versichert. Die 31-Jährige verarbeitet deren Milch zu Trinkmilch, Käse, Quark und Joghurt. Vor zweieinhalb Jahren hat sie ihren Hofladen eröffnet – ein Tipp für all jene, die frische Produkte aus der Region schätzen.

Von DANA TOSCHNER
Wer an der Fleischtheke drei Buletten verlangt, der wird im Westerhausener Hofladen sofort zurecht gewiesen. „Das sind doch keine Buletten“, sagt die Verkäuferin mit gespielter Empörung. „Das sind unsere Hofladen-Klopse, mit extra viel Liebe gemacht.“ Die Kundin grinst und beißt hinein. „Stimmt, genauso schmecken sie auch.“

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Da rockt der Bergmann

Die vier Macher des „Miner’s Rock“ haben es geschafft, innerhalb von nur zwei Jahren das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar, UNESCO-Weltkulturerbe, zu einer anerkannten Location für gute Musik zu machen. Die musikalischen „Schichten“ werden an zwei Wochenenden im Jahr gefahren. Im Sommer steht nun erstmals ein Open Air an. Sören Behme, Christian Burgart, Giovanni Graziano und Arkadiusz Szczesniak berichten von ihrem Herzensprojekt.

Von MIRIAM FUCHS
Kennengelernt haben sich die vier bereits vor rund zehn Jahren. Gemeinsam engagierten sie sich im Verein Goslarer Musik Szene und waren verantwortlich für das Line-up und die Organisation der „Jungen Bühne“ auf dem Goslarer Altstadtfest. Doch die Möglichkeiten, dieses Event auszubauen, waren begrenzt. „Wir wollten einfach für unsere Stadt noch mehr passieren lassen“, sagte Giovanni Graziano. Das „Miner’s Rock“ wurde geboren.

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Der weiße Namibier

Sebastian Umbach ist Sozialarbeiter in Ilsenburg. Seine Gedanken aber sind oft ganz weit weg, in Katutura, dem Armenviertel der namibischen Hauptstadt Windhuk. Seit neun Jahren sammelt er mit seinen Mitstreitern Spenden für eine Suppenküche, die dort Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt.


Von DANA TOSCHNER
Wenn Freunde ihn den „weißen Namibier“ nennen, grinst Sebastian Umbach. „Ich würde mir selbst natürlich nie solch einen Namen geben. Aber durch meine vielen Besuche kenne ich das Land inzwischen sehr gut. Also ein bisschen was ist schon dran“, räumt er ein. Eigentlich ist der 45-Jährige Sozialarbeiter in Ilsenburg. Seit 21 Jahren kümmert er sich um Drogen- und Gewaltprävention, spricht mit Jugendlichen über Rechtsextremismus, ist Ansprechpartner in Krisensituationen. Doch sein Herz schlägt nicht nur für diese Arbeit – und natürlich für seine Familie –, sondern auch für Afrika.

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Im Schwebezustand

Manchmal gibt es sie, diese Wochen, in denen alles zu gelingen scheint. In denen man so viel Lob und Anerkennung erntet, dass man sich im Schwebezustand wähnt. Kathrin Katt erlebt gerade so ein Hochgefühl. Die Halberstädterin wurde von der MDR-Sendung „Garten“ zur besten Floristin des Jahres gekürt.

Von DANA TOSCHNER
Eigentlich ist es so gar nicht ihr Ding, im Mittelpunkt zu stehen, alle Augen auf sich gerichtet zu wissen. Und nun auch noch eine Kamera. Aber Kathrin Katt hat beschlossen, sich nicht zu zieren und über ihren Schatten zu springen. Schließlich hat man nicht alle Tage einen Fernsehredakteur am Telefon, der mit seinem Team im eigenen Geschäft drehen will. „Ich dachte im ersten Moment, die wollen mich verscheißern“, sagt sie lachend.

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Die Türmer von Eilenstedt

Vom Eilenstedter Kirchturm war vor zehn Jahren nur noch ein Haufen Steine übrig. Er drohte einzustürzen und musste abgetragen werden. Der Verlust des Dorf-Wahrzeichens schmerzte die Einwohner. Heute hat Eilenstedt einen neuen Turm, den eine engagierte Truppe mit Leben füllen will.

Von DANA TOSCHNER
Man sagt, Glaube kann Berge versetzen. In Eilenstedt, einem 970-Seelen-Dorf bei Halberstadt, sollte der Spruch eher heißen: Glaube kann Türme errichten. Denn der mächtige Kirchturm, der weithin sichtbar auf einer Anhöhe thront, hat eine besondere Geschichte zu erzählen. Aus der Nähe betrachtet wirkt der Turm seltsam: Direkt an die alten Mauern der benachbarten Kirche schließt sich der moderne Turm aus schmucklosen Sichtbeton-Teilen an.

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Wie in einem alten Film

Das Thalenser Kino ist ebenso herrlich altmodisch wie sein Name: Central-Theater heißt das kleine, gemütliche Haus. Direkt gegenüber des Bahnhofs hat es überlebt und seinen ganz eigenen Charme bewahrt.

Von FRANK DRECHSLER
Popcorn gibt’s in jedem Kino. Auch bei Sylvia Walther im Central-Theater in Thale. Zu der süßen Nascherei aus Mais gibt es hier aber auch noch eine andere Version – nämlich die gesalzene. „Wir haben zwei Popcorn-Maschinen im Einsatz. Für jede Sorte eine. Das salzige Popcorn hat durchaus seine Liebhaber gefunden“, erklärt Sylvia Walther, die das Kino von der Stadt Thale gepachtet hat und seit dem 1. Dezember 2001 führt.

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