AndersWelt ist überall!

AndersWelt ist überall. In Märchen, Mythen und Sagen existiert sie, meist jenseits der diesseitigen Weltlichkeit. Und auch im Harz gibt es diese Orte jenseits der Wirklichkeit. In Stolberg beispielsweise. Dort gibt es seit 2011 das „AndersweltTheater“. Direkt am historischen Marktplatz. Die beiden Theaterleute Mario Jantosch und seine Frau Christiane Wascher-Jantosch präsentieren hier ein beachtliches Repertoire. Gemeinsam mit ihren Söhnen spielen die diplomierte Opernsängerin und der Musikdramaturg ein breit gefächertes Programm.

Musikalisch-literarisches, Konzerte und Kabarett bis hin zu unterschiedlichen Veranstaltungsreihen. Darunter 14 eigene Titel  - vom Zille-Abend über Ringelnatz bis hin zu Tucholsky und Loriot. Und Märchen. Natürlich. Mittlerweile reist die aus Groß und Klein gleichermaßen bestehende und ständig wachsende Fangemeinde aus der ganzen Region zu den Vorstellungen an. Auf zwei Etagen sind Kleinkunstbühne und Märchencafé beheimatet.

Ein Besuch verspricht so einiges. Sei es das Feiern in Familie, mit Freunden oder Kollegen: im AndersweltTheater können Sie essen, trinken UND Kultur genießen. Kunst geht eben auch immer ein bisschen durch den Magen. Meinen die Jantoschs und haben damit anscheinend auf´s richtige Pferd gesetzt. Im idyllischen Theatercafé kredenzt das Künstlerehepaar jedes Mal auch ein leckeres Gericht. Den „Pausentee“ nach der Hälfte eines gespieltes Stückes gibt es hier meist als Drei-Gänge-Menü, welches sehr eng an das Thema der Vorstellung oder den Titel eines Märchens gebunden ist. Das kommt an. Speisen wie im Märchenland und Geschichten erleben. Wow. Wo gibt es das schon? Dabei war der Anfang alles andere als einfach.
Zunächst hatten die Künstler, wie bei so vielen anderen Projekten auch, lediglich eine Idee. Die Umsetzung stand und und fiel wie so oft auch hier mit dem Finden einer geeigneten Location. Nachdem die Jantoschs das für ihre Zwecke geeignete Haus vis á vis vom Marktplatz fanden, nahm das Ganze Gestalt an. Dass hier früher mal eine Bäckerei war und später ein Reisebüro, davon ist schon lange nichts mehr zu spüren. Und nun beherbergt das Haus ein Theater. Ein kleines, ein feines. Warum auch nicht? „Wir haben lange überlegt, ob wir das wirklich machen wollen. Anfangs haben wir schon sehr gekämpft, waren ja auch überhaupt nicht bekannt. Das hat sich geändert. Dass, was wir machen, hat sich herumgesprochen. Viele Kleinkunstliebhaber sind auf uns aufmerksam geworden. Unsere Gäste kommen mittlerweile aus der ganzen Region und auch darüber hinaus“, erklärt Mario Jantosch.
Wenn die dann das schnuckelige Fachwerkhaus betreten haben, tauchen sie schon ein in die Welt des Theaters. Dort, wo sich das gusseisernes Tor öffnet, ein Bild Marilyn Monroes flatterndem Kleidchen Ihnen den richtigen Weg weist, dort treten Sie ein, in die AndersWelt. Nur noch ein paar Treppenstufen, dann nehmen Sie auch schon Platz. Bis zu 50 Personen können es sich direkt vor der Bühne gemütlich machen. Aber aufgepasst: Die Akteuere spielen nicht nur vor Ihnen, sondern sind oft auch neben ihnen. So wie beim Loriot-Abend, der - natürlich - Szenen einer Ehe und mehr präsentiert. Auch hier arbeitet sich der Protagonist bonbonlutschend über Stuhlreihen nach vorne. Dorthin, wo dann auch Erwin Lindemann mit seinem Lottogewinn wieder aufersteht. Der Bauch wird Ihnen übrigens am nächsten Tag noch wehtun: nicht vom Essen, sondern vom Lachen. Garantiert!
Bis zu den Sommerferien – so lange wird hier Woche für Woche gespielt - steht noch so einiges auf dem Programm der Stolberger Kleinkunstbühne. So werden die Theaterbesucher demnächst wieder mitgenommen auf eine interkulturell-kulinarische Weltreise. Beim Stück „So is(s)t der Mensch“ erleben Sie jede Menge Geschichtliches. Geschichten und Lieder geben dem humorvollen Abend die „geistige Nahrung“. Dazu gibt´s Speisen aus Ost-, und Westeuropa, sowie aus Afrika und Persien. Alles wird vom Künstlerehepaar Jantosch wie immer nicht nur frisch zubereitet, sondern auch serviert! Zu den weiteren Stücken, die nicht nur den Zuschauern, sondern auch den Jantoschs besonderes Vergnügen bereiten, „jehört“ der auch Heinrich Zille Abend. Getreu dem Motto „Det war sein Milljöh“ nehmen Sie die Jantoschs mit beliebten Gassenhauern und viel Berliner Schnauze schnurstracks auf eine Reise in die „jute olle Zeit“ zurück, als die Nächte im Balllokal noch der letzte Schrei waren und man durchfeierte, bis die erste Pferdebahn vorfuhr. Das Menü steht natürlich auch ganz im Zeichen Berlins.
In den Sommerferien ist für die Künstler Pause. Erst danach geht es mit Volldampf erneut in die neue Spielzeit. Weitere Informationen zu den Vorstellungen, zum Spielplan und dem Theater im Internet unter HYPERLINK "http://www.anderswelt-theater.de/"www.anderswelt-theater.de, per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 03465410550 und 01733816897.
Frank Drechsler

 

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