Den Alltag wegtanzen

„Wenn man, wie ich, auf Kuba geboren wird, hat man das Tanzen im Blut“, erklärt Elayne Pérez Díaz. „Mit dem ersten Schritt ins Leben beginnt man zu tanzen.“ Mit ihrer Begeisterung will sie die Harzer anstecken – und unterrichtet Zumba in Kursen der Kreisvolkshochschule.

Als Elayne Pérez Díaz 1999 nach Deutschland kam, stand für sie fest, dass sie beruflich mit Kindern arbeiten wollte. Doch sie dachte, „als Erzieherin muss es auch sprachlich stimmen“ und wurde erst einmal Tourismusassistentin. Im Carl-Ritter-Haus in Quedlinburg, dem Domizil der Kreisvolkshochschule Harz, hat sie einst in einem Kurs „Deutsch für Ausländer“ gelernt, nun gibt sie selbst dort Zumba-Kurse.

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Wo einst die Sägen kreischten

Auguste und August Ehrt gründeten 1887 das Familienunternehmen  „Elbingeröder Dampfsägewerk und Kistenfabrik“. Der Betrieb wurde als privates Familienunternehmen auch in der ehemaligen DDR weitergeführt. Danach brach die Nachfrage ein. Das Sägewerk wurde stillgelegt. Verstummt ist es trotzdem nicht. Jedenfalls nicht so ganz.

Gleich nach dem zweiten Weltkrieg hatten die Ehrts – der Vater des Firmengründers und seine vier Söhne – das Sägewerk wieder aufgebaut. Viele Maschinen waren Marke Eigenbau. Improvisation wurde groß geschrieben. Gefragt waren in den Nachkriegsjahren vor allem Dachschindeln. Auch so genannte Kabeltrommeln wurden hier in großen Stückzahlen produziert. Die wurden von den Russen benötigt, um die tausende Kilometer Kabel, die als Reparationsleistungen im Harz abgebaut wurden, abtransportieren zu können.

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Coole Comics, Mister Feininger!

Mickey Mouse und Spiderman kennt jeder. Doch, dass man mitten in einem Museum auf die bunten Bildchen aus der Feder eines waschechten Künstlers wie Lyonel Feininger stößt, ist nicht nur für Quedlinburger Schüler eine Überraschung. Für ein Projekt der Lyonel-Feininger-Galerie führen sie Gleichaltrige durchs Museum und finden ihren ganz eigenen Zugang.

Viele Kärtchen stapeln sich auf dem Tisch: Schwarz-weiß oder in leuchtenden Farben zeigen sie einzelne Comic-Strips. Antonia Rink zieht eine Karte heraus und betrachtet das Motiv genau. „Das ist von Feininger!“, ist sich die Elfjährige sicher. Die Schülerin kennt sich gut aus mit den Bilderserien, die ganze Geschichten erzählen. Seit fast einem halben Jahr kommt sie jeden Montag in die Lyonel-Feininger-Galerie und macht gemeinsam mit sechs anderen Schülern beim Projekt „Abenteuer Comic“ mit.

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„Daran will ich wachsen“

Für Michael Rapke begann sein zweijähriges Engagement am Nordharzer Städtebundtheater  in diesem Sommer mit einer persönlichen Premiere: Er singt in „Sunset Boulevard“ seine erste Musical-Rolle.

Michael Rapke hat schon immer gesungen. „Wenn meine Mutter mich gehört hat, war es gut. Wenn nicht, war sie sich sicher, ich hecke was aus“, erzählt er schmunzelnd. Acht Jahre gehörte er zum weltbekannten Windsbacher Knabenchor. Unterdessen besuchen die Mitglieder „des  musikalischen Haushaltes“ gelegentlich die Auftritte ihres Sohnes, der nun der erste Profi-Musiker der Familie ist.

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Zweitaktöl und Gänseküken

Mit ihren verrückten Eigenbauten und unglaublichen Bikes sorgen die Niebels aus Zilly seit Jahren für Aufsehen. Wer in ihrer „Harzer Bikeschmiede“ aber genau hinschaut, der sieht: Die Biker,
die so hart wirken, haben ein weiches Herz. Sie begeistern sich nicht nur für alte Technik, sondern auch für seltene Eulen.

Ganz glatt, ja fast schon wie poliert, so fasst er sich an. Der Handlauf, der hinauf in die obere Etage der ausgebauten Scheune in der Harzer Bikeschmiede führt. Tausende, wohl eher zigtausende Berührungen hat er erfahren. Mehr als 100 Jahre ist das Holz schon alt. Dass es nicht auf dem Brennholzstapel landete, ist den Niebels zu verdanken. Seit gut sieben Jahren möbelt die Familie eine völlig desolate Scheune, die dem Verfall preisgegeben war, wieder auf. Verwendung finden ausschließlich recycelte Baustoffe.

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Schöne Rüpel mit schnellen Beinen

Seit zehn Jahren betreibt Egbert Krause in Dedeleben eine Straußenfarm. Elf dieser bis zu 2,70 Meter großen Tiere leben auf seinem Hof. Obwohl sie flauschig und sympathisch aussehen, Kuscheltiere sind sie beileibe nicht.

Wussten Sie, dass man sich auf ein Straußenei stellen kann, ohne es dabei zu zerbrechen? Und dass die großen, flugunfähigen Strauße bis zu 60 Kilometer in der Stunde schnell laufen können? Nein? Bei seinen Führungen erklärt Egbert Krause Besuchern auf seiner Straußenfarm am Rande Dedelebens diese und noch weitere Besonderheiten der großen afrikanischen Laufvögel, die sich auch im Harzvorland pudelwohl fühlen.

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