Ein letztes Paar Schuhe

Deutschlands kleinster Schuhmacher wohnt in Osterwieck. Sein Name passt zu seiner Körpergröße: Hans-Joachim Klein heißt der Mann, der sein Handwerk liebt und seit mehr als 30 Jahren ein eigenes Geschäft betreibt. In der Werkstatt zwischen Hammer und Schleifmaschine ist der nur 1,35 Meter große Mann ganz in seinem Element. Doch bald setzt er sich zur Ruhe.

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Die Retter der Lieblingsstücke

Das Wernigeröder „Repair-Café“ verbindet den Kampf gegen die Wegwerfkultur mit der Lust am Selbermachen. Das Konzept ist einfach: Handwerklich geschickte Ehrenamtliche helfen anderen, kaputte Sachen zu reparieren – den Staubsauger, der nicht mehr anspringt und den Toaster, der nur tiefschwarze Scheiben produziert. Bei Kaffee und Kuchen wird geflickt, gelötet und geschraubt.

Von FRANK DRECHSLER
Weihnachten ist gerettet. Das finden zumindest Renate und Karl-Heinz Papke aus Benneckenstein. Denn für ihre defekte Weihnachtsbeleuchtung, die nach den Feiertagen letztes Jahr den Geist aufgegeben hatte, muss das Ehepaar nun doch keine neue kaufen. Dank der Experten vom Repair-Café in Wernigerode. Die hatten die Lichterkette der Papkes in Nullkommanichts repariert. Schwibbbogen, Uralt-Laptop oder CD-Player, Milchaufschäumer, Staubsauger oder Batterieladegerät – irgendwann geben sie alle mal den Geist auf. Leider oft dann, wenn gerade die Garantie abgelaufen ist. Wegschmeißen und neu kaufen? Das muss nicht sein.

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„Mit extra viel Liebe“

Die Klamroths aus Westerhausen sind leidenschaftliche Landwirte. „Mit vielen glücklichen Kühen“, wie Tochter Sophie Emmi lächelnd versichert. Die 31-Jährige verarbeitet deren Milch zu Trinkmilch, Käse, Quark und Joghurt. Vor zweieinhalb Jahren hat sie ihren Hofladen eröffnet – ein Tipp für all jene, die frische Produkte aus der Region schätzen.

Von DANA TOSCHNER
Wer an der Fleischtheke drei Buletten verlangt, der wird im Westerhausener Hofladen sofort zurecht gewiesen. „Das sind doch keine Buletten“, sagt die Verkäuferin mit gespielter Empörung. „Das sind unsere Hofladen-Klopse, mit extra viel Liebe gemacht.“ Die Kundin grinst und beißt hinein. „Stimmt, genauso schmecken sie auch.“

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Der weiße Namibier

Sebastian Umbach ist Sozialarbeiter in Ilsenburg. Seine Gedanken aber sind oft ganz weit weg, in Katutura, dem Armenviertel der namibischen Hauptstadt Windhuk. Seit neun Jahren sammelt er mit seinen Mitstreitern Spenden für eine Suppenküche, die dort Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt.


Von DANA TOSCHNER
Wenn Freunde ihn den „weißen Namibier“ nennen, grinst Sebastian Umbach. „Ich würde mir selbst natürlich nie solch einen Namen geben. Aber durch meine vielen Besuche kenne ich das Land inzwischen sehr gut. Also ein bisschen was ist schon dran“, räumt er ein. Eigentlich ist der 45-Jährige Sozialarbeiter in Ilsenburg. Seit 21 Jahren kümmert er sich um Drogen- und Gewaltprävention, spricht mit Jugendlichen über Rechtsextremismus, ist Ansprechpartner in Krisensituationen. Doch sein Herz schlägt nicht nur für diese Arbeit – und natürlich für seine Familie –, sondern auch für Afrika.

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Da rockt der Bergmann

Die vier Macher des „Miner’s Rock“ haben es geschafft, innerhalb von nur zwei Jahren das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar, UNESCO-Weltkulturerbe, zu einer anerkannten Location für gute Musik zu machen. Die musikalischen „Schichten“ werden an zwei Wochenenden im Jahr gefahren. Im Sommer steht nun erstmals ein Open Air an. Sören Behme, Christian Burgart, Giovanni Graziano und Arkadiusz Szczesniak berichten von ihrem Herzensprojekt.

Von MIRIAM FUCHS
Kennengelernt haben sich die vier bereits vor rund zehn Jahren. Gemeinsam engagierten sie sich im Verein Goslarer Musik Szene und waren verantwortlich für das Line-up und die Organisation der „Jungen Bühne“ auf dem Goslarer Altstadtfest. Doch die Möglichkeiten, dieses Event auszubauen, waren begrenzt. „Wir wollten einfach für unsere Stadt noch mehr passieren lassen“, sagte Giovanni Graziano. Das „Miner’s Rock“ wurde geboren.

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Im Schwebezustand

Manchmal gibt es sie, diese Wochen, in denen alles zu gelingen scheint. In denen man so viel Lob und Anerkennung erntet, dass man sich im Schwebezustand wähnt. Kathrin Katt erlebt gerade so ein Hochgefühl. Die Halberstädterin wurde von der MDR-Sendung „Garten“ zur besten Floristin des Jahres gekürt.

Von DANA TOSCHNER
Eigentlich ist es so gar nicht ihr Ding, im Mittelpunkt zu stehen, alle Augen auf sich gerichtet zu wissen. Und nun auch noch eine Kamera. Aber Kathrin Katt hat beschlossen, sich nicht zu zieren und über ihren Schatten zu springen. Schließlich hat man nicht alle Tage einen Fernsehredakteur am Telefon, der mit seinem Team im eigenen Geschäft drehen will. „Ich dachte im ersten Moment, die wollen mich verscheißern“, sagt sie lachend.

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