Der ganz eigene „Urstoff“

Der Wernigeröder Steffen Schramm weiß, was passiert, bevor das Bier in die Flasche kommt. Der Diplom-Braumeister zeigt das gern auch anderen: Mit zwei Kollegen hat er das „Brauteam" gegründet. Die drei Männer kommen im September mit ihrer mobilen Brauerei nach Quedlinburg, um Neugierige in die Kunst des Bierbrauens einzuweihen.
Im Keller von Steffen Schramm ste- hen ein paar Fässer Selbstgebrautes. „Urstoff hell" und „Urstoff dunkel" sorgen für ausreichend Nachschub bei Grillpartys und Fußballabenden. Der Wernigeröder ist nicht nur Bierkenner, sondern auch diplomierter Braumeister. Nach einer Ausbildung bei Hasseröder hängte er noch ein Studium an der TU Berlin an – dort ist Brauwesen ein Studienfach. „Die meisten sind verwundert, dass Bierbrauen eine richtige Wissenschaft ist", erzählt Steffen Schramm, der um seinen Beruf sicherlich von vielen Männern beneidet wird. >>>

Das intelligente MoPad

Frau K. greift  zum Telefonhörer und wählt die 112. Ihrem Mann hat vermutlich einen Schlaganfall erlitten. Kurze Zeit später ist ein Rettungswagen unterwegs. Der ist ausgestattet mit modernster Bordtechnik: mit einem zentralen Server, mit Kameras, Mikrofonen, Lautsprecher und mit modernster Funktechnik. Herzstück der Technik ist das MoPad – ein mobiles Pad. Bei der Familie angekommen, nimmt der Notarzt das mobile Pad aus der Halterung und geht damit zum Patienten. Die Erst­diagnose des Notarztes lautet Schlaganfall. Er gibt die Daten in das MoPad ein. Das schlägt ihm sofort einen medizinischen Spezialisten vor, den er zu Rate ziehen kann – per Funk oder per Video. Das MoPad sagt dem Rettungsdienst auch, in welchem Krankenhaus der Patient am besten versorgt würde. >>>

Geschichte in Bildern

Bilder füllen Ordner. Ordner füllen Schränke. Wie bei vielen anderen Sammlern ist das auch bei Axel Nucke so. Der 65-jährige Schierker sammelt Post- und Ansichtskarten. Aus Leidenschaft. Und das seit nunmehr über 40 Jahren. Allerdings nicht irgendwelche, sonder, nur jene, die die Geschichte seines Heimatortes und der unmittelbaren Umgebung bis in die 1960er Jahre zeigen. Eine Zeitreise, die den Wandel und die Veränderungen des Örtchens sichtbar macht. Wenn Nucke Besuch bekommt, drehen sich die Gespräche – natürlich – fast immer auch um Schierke. Gerne zeigt er dabei seine Postkarten, nimmt seine Gäste beim Ansehen der zum Teil schon vergilbten Bilder mit auf eine Zeitreise bis ins 19. Jahrhundert. >>>

Manager der Vielfalt

„Hoteldirektor wollte ich eigentlich nie werden“, gesteht Karl-Heinz Purucker, dem man seine Herkunft aus der heimlichen Bierhauptstadt Kulmbach anhört. Fleischer hat er gelernt, denn seine Eltern führten eine Metzgerei und ein Restaurant. Er verfügt über den Meisterbrief und qualifizierte sich zum Betriebswirt des Handwerks. Er schnupperte von der Pike auf in den Restaurantbereich hinein und war als Manager in großen Hotels und Clubs tätig. Robinson Club, Aldiana-Manager, Europa-Park, was führt jemanden mit diesen Berufsstationen ins eher beschauliche Kloster Drübeck? Karl-Heinz Purucker überlegt nicht lange. „Der Wunsch zu wurzeln, sich  langfristig zu Hause zu fühlen und unserem 13-jährigen Zwillingspärchen ein Zuhause zu geben. >>>

Herr der Sägen

Bis vor wenigen Jahren war Bernd Winter ein ganz normaler Tischler. Er hat Fenster, Haustüren, Treppen, Carports und Vordächer gebaut. Heute reist er durch die Welt, um bei internationalen Wettbewerben und Künstlertreffen Holzfiguren zu schnitzen. Sein Werkzeug ist schwer, laut und sieht aus, als könnte man damit eher Brennholz herstellen als Kunst schaffen: Er arbeitet mit der Kettensäge. Er kann sich noch an den Moment erinnern, an dem er das erste Mal selbst über das gestaunt hat, was ein Kettensägen-Schnitzer mit seinem Gerät entstehen lassen hat: „Wir waren 2002 im Urlaub an der Ostsee. In Zingst gab es eine Skulpturen-Ausstelllung. Ich war fasziniert, wie filigran man mit einer Säge arbeiten kann“, erzählt er. >>>

Filmrolle adé Festplatte juchhe

Pro Filmrolle, die er vom Verleiher bekommt, muss Andreas Becker in den Volkslichtspielen in Wernigerode so um die 17 Kilogramm wuchten. Und das jedes Mal, wenn er sie in die Hand nimmt. So schwer ist nämlich die 35mm-Kopie eines etwa eineinhalb Stunden dauernden Films. Da kommt bei mehreren Vorführungen am Tag schon einiges an Gewicht zusammen, was der 39-Jährige bewegen muss. Damit gehört der Filmvorführer zu den Menschen, die wohl eher kein zusätzliches Krafttraining brauchen. Noch. Denn auch in den Volkslichtspielen hält dieser Tage das digitale Zeitalter Einzug. >>>

Wir nutzen Cookies und Google Webfonts. Mit der weiteren Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies und Google Webfonts verwenden.
Weitere Informationen Einverstanden