Der erste Bergwerks-Express

Eisenbahn-Enthusiasten aus ganz Deutschland dampften mit dem Zug nicht nur durchs Gebirge, sondern wanderten und besuchten Bergwerke entlang der Strecke. Dort standen dann Führungen in die Stollen auf dem Programm. „Großartig!“ So lautete denn auch das einhellige Fazit der Dampflok-Fangemeinde. Und: „Fortsetzung ausdrücklich erwünscht.“ In unmittelbarer Nähe zum Streckennetz der HSB liegen einige interessante Bergwerksmuseen. Erstmals bestand jetzt die Möglichkeit, zwei dieser untertägigen Zeitzeugen jahrhundertealter Harzer Bergbautradition bequem mit einem Sonderzug zu erreichen und natürlich auch zu besichtigen ...  >>>

Lieber Hirtin als Herrin

Ursula Meckel hat sich mit ihrem Pfarrer überworfen und die Schule sich mit ihr. Da war sie ein Teenie. „Ich ging in eine Erweiterte Oberschule mit Mathe-Schwerpunkt. Wir 24 Schülerinnen und Schüler hatten ein scharfes Auswahlverfahren hinter uns. Wir wurden von Lobeshymnen begleitet, waren die ,Elite’ und glaubten das auch. Den Stoff von vier Jahren sollten wir in zweien kapieren, was durchaus klappte.“ Mit 16 Jahren hieß das Thema eines Hausaufsatzes: „Das ist Sozialismus“. Sie schrieb ihn. „In dem Alter ist die Welt schwarz-weiß, ich war polemisch, auch böswillig und hatte meine Meinung.“ Das Mädchen durfte nach einem Gespräch mit diversen Herren ihre Schulsachen packen ...  >>>

Kleine Bahn ganz groß

Nicht nur auf der großen clubeigenen TT-Anlage der Gastgeber werden Modellbahnloks ihre Runden drehen. Auch zahlreiche befreundete Modellbahnvereine des ganzen Landkreises stellen sich und ihre Anlagen vor. Ein Rahmenprogramm rundet das Ganze ab. Der Modellbahnclub Blankenburg (MCB) ist gleich mit mehreren Bahnen vertreten. „Natürlich präsentieren wir unsere Rübelandbahn, die wir ständig erweitern. Einige letzte Modelle, wie beispielsweise das Umspannwerk, sind gerade noch rechtzeitig zur Ausstellung fertig geworden“, freut sich Vereinschef Wolfgang Kießling. Bisher ist der Streckenabschnitt von Michaelstein bis Ausgang Hüttenrode im Modell nachgestellt worden ...  >>>

Sushi und Schweinebraten

„Mein Deutsch ist noch nicht perfekt“, sagt Rieko Sakai entschuldigend. Dabei kann sich die 32-jährige Japanerin schon richtig gut verständigen, wenn man bedenkt, dass sie erst seit einem Jahr in Deutschland lebt. „Ich habe an der Volkshochschule einen Deutschkurs gemacht und lerne jeden Tag ein paar neue Wörter. Von der Kursteilnehmerin ist sie inzwischen zur Lehrerin geworden. Rieko Sakei unterricht an der Hochschule Harz Business-Englisch und gibt an der Volkshochschule Kurse in Japanischer Küche, erklärt, wie man Sushi zubereitet, wie man Mangas zeichnet oder Origami-Kunstwerke faltet. Auch einen Sprachkurs „Japanisch für Anfänger“ bietet die Neu-Darlingeröderin an ...  >>>

Überall schon Staub gewischt

Das war was ganz Erhebendes, aus dem Fenster unserer Nachbarn im zehnten Stock von Wolmirstedt aus den Brocken zu sehen“, erinnert sich Uwe Klein an seine Zeit am Rande der Börde. Kreisvorsitzender des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR war er damals, später Geschäftsführer des Kreissportbundes. Doch er und seine Frau, mit der er unterdessen 41 Jahre verheiratet ist, sind Harzer. Seine Frau kommt aus Rübeland, wo er, der in Hasselfelde aufwuchs, sie auch kennen lernte. So gab es vor 23 Jahren eine Heimkehr der Kleins nach Wernigerode. Er hatte sich erfolgreich als Chef der „Schierker Baude“ beworben ...  >>>

Vogel ist nicht gleich Vogel

Um die Falknerei ranken sich Legenden und Geschichten wie wohl um keine andere Jagdform. Vielleicht noch um den Walfang des  19. Jahrhunderts, der ebenfalls von Mythen und Sagen umwoben ist. Die Falknerei aber kennen die meisten nur von Fernsehbildern, die uns aus Dubai oder anderen elitären Orten erreichen, wo sich Scheichs mit Beizvögeln der edelsten und wohl auch teuersten Rassen zeigen. „Die moderne Falknerei ist viel, viel mehr“, sagt Rudi Lagatz. Und der Mann, der nicht nur in Wernigerode als Falkner bekannt ist wie ein bunter Hund, muss es wirklich wissen. Ich habe ihn besucht ...  >>>

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