Die Wurst aus dem Wald

Was den Bayern ihre Weißwurst und den Thüringern ihre Rostbratwurst ist, das sollen den Harzern bald die „Fichteln“ sein. Zumindest wenn es nach Torsten Höher geht. Der Quedlinburger ist überzeugt: Der Harz braucht seine eigene Wurst. Vor vier Jahren hat er die „Fichteln“ gemeinsam mit einem Fleischermeister entwickelt, nun müssen die Würstchen nur noch berühmt werden.

Torsten Höher ist ein Tausendsassa: Maurer, Sozialpädagoge, Musiker, Stadtführer und nun auch noch Erfinder der „Harzer Fichteln”. In Quedlinburg sind die Würstchen schon in aller Munde, aber den ganzen Harz haben sie noch nicht erobert. Torsten Höher und seine Frau, die Bildhauerin Juliane Jüttner, arbeiten daran.

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Keine verstaubten Noten

Das Stadtorchester Dardesheim setzt auf Nachwuchsgewinnung und immer wieder neue Titel im Programm. Am 20. Juni musizieren die Bläser in großer Besetzung beim „Tag der Musik“ auf dem Kirchplatz der Stadt.

„Wir wollen nicht nur in der eigenen Suppe rumrühren“, meint Veit Rabe, der Mann an der 2. Trompete, der dem Verein des Stadtorchesters Dardesheim vorsteht. „Man muss immer mal wieder was Neues ausprobieren, sonst wird es langweilig.“ Das Kirchturmblasen zum 4. Advent, jährlich Kaffeekonzerte an zwei Tagen im „Landgasthof zum Adler“ – diesmal soll es anders werden. Es wird ein großes Sommer-Open-Air geben; ein Freiluft-Konzert am Abend, „bei hoffentlich gutem Wetter, Bier oder Wein“.

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AndersWelt ist überall!

AndersWelt ist überall. In Märchen, Mythen und Sagen existiert sie, meist jenseits der diesseitigen Weltlichkeit. Und auch im Harz gibt es diese Orte jenseits der Wirklichkeit. In Stolberg beispielsweise. Dort gibt es seit 2011 das „AndersweltTheater“. Direkt am historischen Marktplatz. Die beiden Theaterleute Mario Jantosch und seine Frau Christiane Wascher-Jantosch präsentieren hier ein beachtliches Repertoire. Gemeinsam mit ihren Söhnen spielen die diplomierte Opernsängerin und der Musikdramaturg ein breit gefächertes Programm.

Musikalisch-literarisches, Konzerte und Kabarett bis hin zu unterschiedlichen Veranstaltungsreihen. Darunter 14 eigene Titel  - vom Zille-Abend über Ringelnatz bis hin zu Tucholsky und Loriot. Und Märchen. Natürlich. Mittlerweile reist die aus Groß und Klein gleichermaßen bestehende und ständig wachsende Fangemeinde aus der ganzen Region zu den Vorstellungen an. Auf zwei Etagen sind Kleinkunstbühne und Märchencafé beheimatet.

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Die Schönheit des Verfalls

Der andere Harz. Das Gesicht, das keine Ansichtskarte, kein Tourismus-Prospekt und kein Reiseführer zeigt. Genau das nehmen Hobbyfotografen in den Fokus, die mit ihren Kameras auf der Suche nach so genannten Lost Places sind, nach verlorenen Orten. Ende Mai feiert ein Dokumentarfilm zu diesem Thema Premiere: „Vergessen im Harz“.

Geschlossene Ferienheime, stillgelegte Industrieanlagen und verfallene Sanatorien – im Harz gibt es so viele marode und vergessene Bauwerke, dass Fotografen ganze Bücher mit ihren Bildern füllen können. Aus ganz Deutschland zieht es Leute an jene Orte des Harzes, deren einstige Pracht man heute nur noch erahnen kann.

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„Ich habe beim Schreiben geweint“

Thomas Löffler war fünf Jahre alt, als seine Eltern ihn mit ihrem Trabant zum Internat fuhren. Beim Abschied stand er mit Tränen in den Augen vor der Blindenanstalt. Hier sollte er 16 Jahre seines Lebens verbringen. Qualvolle Jahre, die ihn geprägt und bis heute nicht losgelassen haben. Der Neinstedter Hobbyautor hat sich sein Leid nun von der Seele geschrieben.

Thomas Löffler trägt in einer Hand einen Karton voller Bücher, mit der anderen tastet er nach dem Wohnzimmertisch. Dass sein Name auf den Titelseiten der Bücher steht, weiß er. Aber er wird ihn niemals lesen können. Thomas Löffler ist als Kleinkind erblindet. „Ich habe das Crouzon-Syndrom, eine seltene Erbkrankheit“, erzählt er. „Mein Schädel ist zu klein. Das Gehirn drückte immer mehr auf den Sehnerv, bis der schließlich gar nicht mehr durchblutet wurde.“

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Musik für Dach und Haube

Am 8. August 1973 brannte der Kirchturm zu Hüttenrode nach einem Blitzschlag bis auf die Grundmauern nieder. In Mitleidenschaft wurde auch das damals bereits stillgelegte Kirchenschiff gezogen: Es war nicht mehr zu retten. Ein Verein will dem dem Gotteshaus am Kirchbrink nun zu neuem Glanz verhelfen.

Die Kirchruine soll wieder mehr in den Mittelpunkt des dörflichen Lebens treten. Der eigens dafür gegründete Förderverein KIRCHE   will sich zusammen mit der Kirchgemeinde dafür einsetzen, dass die Kirchruine wieder als Ort der Begegnung benutzt werden kann und der Ort aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wird.

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