Kämpferischer Robin Hood

Spektakuläre Kämpfe, Feuer, Effekte und natürlich Gesang, Tanz und beste Unterhaltung. Das alles findet man im Musical „Robin Hood”, das das Theater „Fairytale“ ab 10. Juli im Harzer Bergtheater Thale auf die Bühne bringt. HARZZEIT sprach mit dem Regisseur Ronny Große.

Harzzeit: Nach „Dracula – das Grusical“ inszenieren Sie nun im Bergtheater Thale mittlerweile eine zweite Musical-Produk-tion. Was macht das Genre so besonders? Ronny Große: Ich denke, dass das moderne Musical beliebter ist denn je. Hier sind ja auch drei Sparten vereint: das Schauspiel, der Tanz und der Gesang.

Robin Hood passt ja gut ins Bergtheater ...
Ja, das Areal der Freilichtbühne ist von Bäumen umgeben und man fühlt sich ziemlich leicht in den Sherwood Forest versetzt. Entscheidend bei der Auswahl des Stückes war auch die Dramatik. „Robin Hood – Das Musical“ verspricht Spannung, Liebe, aber auch Wut und damit beste Unterhaltung. Wie setzen Sie das Buch auf der großen Bühne um, sodass die Aufführung zu etwas Besonderem wird? Wir haben mehr als 50 Mitwirkende auf und hinter der Bühne – Tänzer, Sänger, Feuerkünstler und die Band „FiJazzKo“. Das Ganze wird ergänzt durch Stock- und Schwertkämpfe, die sehr anstrengende Proben abverlangen, aber nachher soll ja auch alles perfekt aussehen.

Stehen Sie auch wieder selbst auf der Bühne?
Ja, ich werde in dieser Produktion den Little John, den Anführer der tollkühnen Ritter – oder eigentlich Räuber – von Sherwood geben und auch erstmalig auf der Bühne neben Gesang, Tanz und Szene mit Robin Hood kämpfen.

Es gab schon einige Theater- oder 
Musicalinszenierungen und Verfilmungen rund um Robin Hood. Schaut man sich von den Figuren etwas ab? Nein, jeder Darsteller verkörpert Charaktere anders, und das macht die Theater- und Filmwelt vielfältiger. Von daher finde ich es immer wichtig, dass man sich in den Rollen nicht verbiegt, sondern dass man sich mit der Rolle – dazu gehören auch Kos­tüm und Maske – identifizieren kann. Nur so gelingt eine überzeugende Darstellung. Und in unserer Inszenierung findet man den Robin Hood – alias Enrico Scheffler – und sein Gefolge eben passend zum Wald robust und kämpferisch, andererseits aber mild und ruhig.

Sie verkörpern nicht nur Little John, sondern führen auch das gesamte Team. Wie kriegen Sie das alles unter einen Hut?
Ich koordiniere zwar das Ganze, bin allerdings aufgrund des großen Teams auf die Zusammenarbeit und Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen angewiesen. Darauf muss ich mich verlassen, und das kann ich auch.