Ehrenamt auf der Kanzel

Waltraud Ulbrich (56) will nicht warten, bis die Balken ihr überm Kopf zusammenbrechen und engagiert sich ehrenamtlich in der evangelischen Kirche.

Wer mich damals im Kindergottesdienst in seiner Gruppe hatte, der bekam von mir gleich eine satte Salve an Fragen ab.“ Heute ist Waltraud Ulbrich selbst Prädikantin, „am 1. April 2012 von Bischöfin Ilse Junkermann im Magdeburg ordiniert“, erzählt die 56-Jährige nicht ohne Stolz.

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Alles ist erlaubt

Literatur macht glücklich. Oder kann – im besten Falle – glücklich machen. So zumindest sieht das die Organisatorin des „Literarischen Nachtcafés“ in Quedlinburg.

Gerlinde Schöpp, die Geschäftsführerin der Kreisvolkshochschule Harz, steckt trotz der Papierberge auf ihrem Schreibtisch gern Arbeit in die von ihr ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe. Für 2015 sucht sie Autoren und lesebegeisterte Mitstreiter.

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Eine glückliche Fügung

„Es war Heiligabend in diesem Jahr der Wunder.“ Mit diesen Worten beginnt Detlef Wilck, wenn er sein ganz persönliches Weihnachtsmärchen erzählt. Am 24. Dezember 1989, vor genau 25 Jahren, fuhr der Niedersachse mit seinem Sohn in die DDR.

Auf einem Parkplatz bei Halberstadt stieß er nicht nur auf selbst gebackenen Zuckerkuchen, sondern fand Freunde fürs Leben.

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Am Ende des Tunnels

Eine Initiativgruppe der Halberstädter Liebfrauengemeinde will ins Dunkel der Nacht Licht senden und praktiziert gelebte Willkommenskultur. Am Bahnhof nehmen die Ehrenamtlichen Asylbewerber in Empfang.

Der Wind pfeift eisig, das kalte Licht auf den Bahnsteigen verströmt kaum Willkommenswärme. Menschen eilen dem heimischen Abend entgegen. Die Aussteigenden werden von Angehörigen empfangen oder fingern ihre Autoschlüssel heraus. Mit billigen Taschen und oft exotisch wirkender Kleidung, manchmal Kinder an der Hand, bleiben unsicher um sich blickende Menschen zurück, folgen dem Schwarm durch den Bahnhofstunnel. Niemand erwartet sie, keiner sagt ihnen, wie es an diesem Abend weitergeht, an den Rand der Stadt, wo sie ein Bett und eine Mahlzeit erwartet. Dort, wo sie eine Behörde hinverteilt hat. 

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Zartes Kraftpaket

Wenn sich die deutsche Supermoto-Elite auf dem Harz-Ring in Reinstedt alljährlich die Ehre gibt, dann bedeutet das für Doreen Respondek an den Renntagen immer Doppelschichten. Zu den Läufen zur Internationalen Deutschen Meisterschaft pendelt sie zwischen Rennstrecke und ihrer Arbeitsstelle, dem gleich vis-á-vis angrenzenden Hotel Harzring immer hin und her. Die 34-Jährige fährt hier nämlich nicht nur Rennen, sie ist mit Herzblut auch Hotelchefin.  ...  >>>

Wo Kaffeefilter DNA isolieren

Die DNA einer Banane zu isolieren, ist eigentlich ganz einfach. Man braucht eine gemixte Banane etwas Spülmittel, Wasser, einen Kaffeefilter, eine Prise Salz und ein paar Tropfen Alkohol – und schon ist die DNA isoliert. Auch wenn das dann doch etwas sehr volkstümlich klingt – die Schüler haben sichtlich Spaß an diesem Experiment im Grünen Labor von Gatersleben. Die Bilanz der Arbeit des 2006 entstandenen Schülerlabors für Biologie beeindruckt. Im Startjahr nutzten das Angebot 550 Kinder, 2010 waren es 3 294, 2012 bereits 4 399 Schüler, die das bestens ausgestattete Labor auf dem Gelände des heutigen Biotech-Zentrums in Gatersleben besuchten. Tendenz steigend. So sehr sogar, dass für 2015 fast alle Termine ausgebucht sind.  ...  >>>

Vom Schattenstab zur Funkuhr

Eigentlich sollte die Ausstellung nur ein Vierteljahr gezeigt werden. So war der ursprüngliche Plan. „1997 hatten wir hier zunächst zahlreiche, darunter auch viele geborgte, Exponate zusammengetragen. Die Einnahmen der Ausstellung sollten damals dem Erhalt des Hüttenmuseums in Thale dienen. Da die Nachfrage, vor allem durch andere Museen in der ganzen Region, zu unserer Überraschung sehr groß war, gingen wir mit unseren Exponaten einfach auf Reisen. Und das gleich mehrfach“, erinnert sich Rüdiger Fischer. Die Wanderausstellung wurde in den Schlössern Quedlinburgs und Blankenburgs gezeigt, sie lockte in Ballenstedt, Wernigerode, Aschersleben und Halberstadt zahlreiche Besucher in dortige Museen.  ...  >>>

Große Idee aus kleiner Firma

Aus alt mach neu. Dieser Aufgabe hat sich die Firma HLW-LSA GmbH aus Thale verschrieben. Hinter dem so einfach klingenden Satz verbirgt sich ein kompliziertes und innovatives Verfahren zur Aufarbeitung von Kunststoff-Restwertstoffen. Noch steckt das Thalenser Unternehmen in den Kinderschuhen, aber das weltweit einmalige umweltschonende Verfahren klingt nach einer zukunftsfähigen Idee. „Die ersten Firmen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind begeistert“, sagt der Geschäftsführer Jörg Beckmann.  ...  >>>

„Ich fliege wie eine Hummel“

Eigentlich könnte Roland Steinke längst im Ruhestand sein, aber der 71-Jährige kann und will nicht von der Arbeit lassen. „Wenn meine Kinder mich rufen, bin ich da“, sagt er, während er sich – ausnahmsweise – auf den Schreibtischstuhl seines Sohnes Tobias setzt. Dem ergonomischen Chefsessel, der die Lendenwirbelsäule stützt, sieht man an, dass das Unternehmen keine Schrauben verkauft. „Ein tolles Ding“, freut sich Roland Steinke und führt vor, dass man auf diesem Stuhl zur Entlastung der Muskulatur sogar mit der Rücklehne nach vorn sitzen und auf der Computer-Tatstatur tippen kann. Einen solchen Stuhl hatte er freilich nicht, als er vor 30 Jahren sein Unternehmen gründete. Ganz klein hat er 1984 angefangen, als Ein-Mann-Firma im Keller ...  >>>

Der erste Bergwerks-Express

Eisenbahn-Enthusiasten aus ganz Deutschland dampften mit dem Zug nicht nur durchs Gebirge, sondern wanderten und besuchten Bergwerke entlang der Strecke. Dort standen dann Führungen in die Stollen auf dem Programm. „Großartig!“ So lautete denn auch das einhellige Fazit der Dampflok-Fangemeinde. Und: „Fortsetzung ausdrücklich erwünscht.“ In unmittelbarer Nähe zum Streckennetz der HSB liegen einige interessante Bergwerksmuseen. Erstmals bestand jetzt die Möglichkeit, zwei dieser untertägigen Zeitzeugen jahrhundertealter Harzer Bergbautradition bequem mit einem Sonderzug zu erreichen und natürlich auch zu besichtigen ...  >>>